Das Dilemma mit Zielen

Jeder kennt wohl das Zitat „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert, nicht mit schlechten.“ Für mich fallen Ziele auch in diese Kategorie,….

„…der Weg zur Unzufriedenheit ist gepflastert mit guten Zielen.“

Wie oft haben wir uns schon gute Ziele gesetzt, die nach 1–2 Monaten in Vergessenheit geraten, Resultat – schlechtes Gewissen, Selbstwertgefühl im Keller, wieder was nicht erreicht, Motivation im Keller, Unzufriedenheit through the roof und ahhh eigentlich alles doof. Dann doch keine Ziele setzen……

ABER ohne Ziele ist man ja planlos, man weiß nicht wo man hinreisen möchte, hat keine Möglichkeit seinen Progress zu sehen, Veränderungen vorzunehmen, usw. Also doch Ziele setzten, andererseits ist es doch kein schönes Gefühl, wenn es wieder mal scheitert. Also doch keine Ziele?

Warum überhaupt Ziele setzen?

Egal, ob es um den Gewichtsverlust geht, die Followerzahlen, den Umsatz, das Projekt, den Content oder den Übertritt des Juniors auf eine weiterführende Schule. Wir möchten einen bestimmten positiven Zustand in der Zukunft erreichen, wir glauben das dieser positive Zustand uns/andere Erfolgreich, Besser und Glücklich macht.

Dieser positive Zustand, wenn er den eintritt fördert Vertrauen, erhöht die Motivation, boostet das Selbstbewusstsein aller und erhöht die Zufriedenheit. Im Allgemeinen ein Zustand für den es sich rentiert was zu tun, um es zu erreichen. Das kann süchtig machen, dopamine here I come.

The dark side of Ziele

Wenn wir Ziele setzen erligen wir der Täuschung dass wir das erreichen des Resultats voll kontrollieren können und vergessen dabei die vielen anderen Faktoren, die eine Rolle spielen. Wenn ich einen bestimmten Umsatz anstreben, liegt das erlangen des Zieles nicht alleine bei uns, der Kunden, der doch kurzfristig absagt, Regularien die geändert werden oder eine Pandemie. Egal ob wir was dafür können oder nicht, das nicht erreichen des Ziels enttäuscht uns.

Ein Ziel kann uns also glücklich machen oder traurig machen und es kann zu unserem Wohlbefinden beitragen oder das Gegenteil. Wenn wir versuchen etwas zu „kontrollieren“, begeben wir uns in eine Abhängigkeit, das muss uns klar sein. Dann glaube ich auch das wir etwas sorgfältiger wären in der Auswahl unserer Ziele.

„Ziele geben uns die Illusion der Kontrolle, obwohl Ziele uns Kontrollieren“

Und nu?

Jene die mich bereits etwas besser kennen, wissen das ich ein Freund von einfachen und schnell umsetzbaren Lösungen bin. Bevor ich mir ein Ziel setze, egal ob es privat oder beruflich ist, jage ich es durch einen Fragen Raster.

  • Zahlt dieses Ziel auf meine Vision ein? Welche Bedürfnisse werden gestillt, kann ich das mit meinen Werten vereinbaren?
  • Macht mich das nicht erreichen des Zieles glücklich oder kann ich damit Leben das Ziel nicht zu erreichen?
  • Würde mich das erreichen des Zieles glücklich machen?
  • Macht es anderen Glücklich, wenn ich das Ziel erreiche?
  • Was für einen Impact hat dieses Ziel in 10 Tage, 10 Monaten und in 10 Jahren, spielt es noch eine Rolle in 10 Jahren, wenn ich dieses Ziel erreiche?

Mit den Fragen reflektieren wir intensiver, wir fangen an die Richtigen und wichtigen Fragen zu stellen, wissen klarer was auf uns zukommen und das allerwichtigste wir können sehr klar unser „warum“ kommunizieren. Also nehmt euch die Zeit und die Sorgfalt, bevor ihr euch ein Ziel setzt und spart euch die Entäuschung.

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