„Ich will nicht aufstehen und zur Arbeit gehen!“ . Ich denke, dass viele von uns den Gedanken am frühen Morgen schon hatten.

Viele von uns starten leider den Tag mit solchen Gedanken und bekommen keine Klarheit für ihren Alltag. Sind dann auch schon mit den einfachen Aufgaben, wie E-Mails bearbeiten und Tagesstruktur aufbauen schon überfordert. Haben sogar Probleme sich richtig zu konzentrieren und fokussieren. Die Konsequenz davon ist, dass wir mit der Dauer zunehmend gereizter gegenüber unserer Kollegen, Freunden und Familienmitglieder sind und finden es schwer, Begeisterung für unsere alltäglichen Aufgaben in Beruf und Privat aufzubringen.

Wenn solche Themen Dir bekannt vorkommen, dann gibt es möglicherweise einen Grund dafür: Stressüberlastung, oder sogar Burnout. Viele rechnen nicht damit und schlagen noch weiter über die Stränge, bis sie feststellen, dass es nicht der übliche Arbeitsstress sein kann.

Solche Symptome kann auch ein Urlaub von ein oder zwei Wochen nicht wieder gut machen!

Aber meist bist Du nicht allein mit diesem Problem, viele leiden darunter, nicht nur seelisch, sondern auch stark körperlich. Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage von Deloitte, leiden 77 % der Befragten in ihrem derzeitigen Job unter Burnout-Symptomen. Letztes Jahr im Mai nahm die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Burnout-Syndrom als einer der internationalen Klassifikationen der Krankheiten (ICD) auf.

Wir stellen leider auch immer mehr fest, dass dieser Zustand der Erschöpfung in der Arbeitswelt und auch im privaten als normal angesehen wird. Es ist als eine Art Ehrenabzeichen geworden und die Symptome werden meist ignoriert oder versucht, mit einem kurzfristigen Urlaub zu überdecken.

Die folgenden drei verschiedenen Komponenten sind lauf Christina Maslach, amerikanische Sozialpsychologin und Professorin für Psychologie an der University of California in Berkeley, bekannt für ihre Burnout-Forschung.

Erschöpfung: Emotional, physisch oder kognitiv (oder alle drei gemeinsam) bist du überfordert. Ruhe und Schlaf fallen Dir schwer und helfen auch nicht, Dich wieder fit zu fühlen.

Missgestimmtheit: Gereizte, mürrische Laune sind ständige Begleiter bei der Arbeit. Für die Arbeit kannst Du Dich nicht mehr begeistern oder gar engagieren und bist aufbrausend und gespalten von Deinen Kollegen, Team oder auch von Freunden und Familie.

Ineffizienz: Du hast das Gefühl, dass Deine Leistungen immer mehr abnehmen, im Gegensatz zu früher. Du niemals den Anforderungen gerecht wirst, die Dir gestellt werden.

Erkennst Du Dich in manchen Komponenten wieder oder hast sogar Symptome? Du solltest wissen, dass Du nicht alleine bist. Viele erkennen sich in diesen Symptomen wieder.

Doch viele erkennen nicht, dass das Problem nicht an ihnen liegt, sondern ein wichtiger Faktor das soziale Umfeld ist, in dem sie leben und arbeiten. Dennoch sitzt jeder auf seiner Selbstverantwortung und hat die Führung in seiner Hand, zu handeln, wenn es darum geht, das Problem zu erkennen, zu beheben und vorzubeugen.

Helfen kann Dir hier die Achtsamkeitspraxis und Stressreduktion langfristig mehr, als nur ein kurzfristiger Urlaub. Wenn Du morgens mit Elan und Motivation wieder starten möchtest, solltest Du Dir darüber mal Gedanken machen.

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